MOBBING
BULLYING; WHISTLEBLOWING
Mobbingforschung und Theorien:
Das Problem der Organisationstheorien
© Heinz Leymann - file 11420d
Sprachkontrolle: Horst Kasper
Was sie kennzeichnet ist, dass ihre Erschaffer sie entwerfen, indem sie Praktikern in der Wirtschaft über die Schultern gucken, um zu erhaschen, was diese Manager eigentlich tun und warum sie es tun. Organisationstheorien sind meistens Gebilde, die im Nachhinein erschaffen worden sind. Sie erklären, was eine Gruppe von Managern oder eine Gruppe von Betrieben getan haben und warum ihnen etwas gelungen ist oder nicht. Organisationstheorien haben eigentlich ihre beste Bestätigung im Unterricht von Studenten der Betriebswissenschaften, um diesen einige Grundbegriffe beizubringen. Die Theoreme sind dazu da, Studenten zu erziehen. Errungenschaften im organisatorischen Bereich sind mit wenigen Ausnahmen von Praktikern geschaffen worden. Die Ausnahmen sind dann Wissenschaftler, denen von der Wirtschaft so viel Vertrauen entgegengebracht wurde, dass sie während sehr vieler Jahre in den jeweiligen Betrieben walten durften - und im Einvernehmen mit den Managern Neues schufen. Ein Beispiel für diese (sehr wenigen!) Wissenschaftler war mein Doktorvater, der norwegische Professor für Arbeitssoziologie, Einar Thorsryd, der mit u. a. dem Engländer Emerich die soziotechnischen Organisationsprinzipien entwickelte, aus denen sich, viel später und in Japan, die Qualitätsgruppen in der Industrie entwickelten.